Für Betreuer:innen
Crew beim Backyard Ultra
Ein Backyard läuft man nicht allein. Die Crew entscheidet mit, wie weit jemand kommt. Am Last Soul 2026 haben mich Daniel Keller und Anes Gracic betreut, heute organisieren wir den Graatzug zusammen.
Was die Crew darf
Die Crew hilft nur im eigenen Quadrat im Base Camp. Auf der Runde ist jede Hilfe verboten, auch Begleiten. Am Graatzug sind bis zu vier Crew-Mitglieder registriert, drei gleichzeitig vor Ort. Die Crew meldet man erst an, wenn man einen Startplatz hat.
Eine Stunde aus Sicht der Crew
- Vor der RückkehrEssen und Trinken bereitstellen, Wechselkleidung parat, Stuhl frei.
- AnkunftKurz fragen: Wie geht's? Was fehlt? Essen, Trinken, Füsse.
- PauseProtokoll führen: Kohlenhydrate, Natrium, Flüssigkeit, Koffein, Befinden.
- 3 Minuten vorherAufstehen lassen, Stirnlampe prüfen, zur Linie begleiten.
Das Protokoll
Die wichtigste Lehre aus meinen Rennen: Die Crew braucht ein gemeinsames Protokoll mit Untergrenzen. Zum Beispiel nie unter 50 Gramm Kohlenhydrate und nie unter 500 Milliliter Flüssigkeit pro Runde. Sonst dosiert jede Person anders, und die Lücken fallen erst Stunden später auf.
Nachtschichten
Auch die Crew wird müde. Plant Schichten, damit immer jemand wach ist. Wer schläft, schläft im Camp oder im Auto, nicht im Quadrat der Läuferin oder des Läufers.
Die Crew entscheidet mit
Eine gute Crew merkt früher als die laufende Person, wenn etwas nicht stimmt. Im Zweifel holt sie die Erste Hilfe. Den Entscheid, ob jemand aus medizinischen Gründen aufhören muss, trifft am Graatzug die Leitung Sanitätsdienst.
Kurz gefragt
Wie viele Crew-Mitglieder sind am Graatzug erlaubt?
Bis zu vier registrierte Crew-Mitglieder, drei gleichzeitig vor Ort.
Darf die Crew auf der Strecke helfen?
Nein. Jede Hilfe auf der Runde ist verboten. Die Crew hilft nur im Base Camp.