Geschichte
Alter Spittel und Barralhaus
Start und Ziel des Graatzug liegen zwischen zwei der eigentümlichsten Gebäude der Alpen: dem turmartigen Alten Spittel und dem 120 Meter langen Barralhaus.

Der Alte Spittel, 1666
Kaspar Stockalper, der reichste Walliser seiner Zeit, liess den Spittel als Unterkunft für Säumer, Waren und Saumtiere bauen. Der Schutz war gratis. In den oberen drei Stockwerken wohnte die Familie Stockalper im Sommer. Bis 1831 übernachteten hier Kaufleute und Säumer, dann löste das neue Hospiz auf der Passhöhe den Spittel ab. 1980 kaufte das Eidgenössische Militärdepartement das Gebäude und restaurierte es.
Das Barralhaus
Der Priester Pierre Barral liess das Haus ab 1902 als Ferienheim für Studenten seiner Missionsgesellschaft bauen. Wegen Geldsorgen wurde es erst 1924 fertig. Mit 120 Metern Länge und nur 7 Metern Breite ist es das mächtigste Gebäude am Pass. Heute gehört es der Armee und dient als Truppenunterkunft.
Napoleon und das Hospiz
1800 befahl Napoleon den Bau der Passstrasse, im Herbst 1805 war sie offen. 1801 ordnete er auch ein neues Hospiz an. Die Chorherren vom Grossen St. Bernhard wohnten bis 1831 im Alten Spittel, bis das Hospiz bezugsbereit war.
Der Simplon-Adler
Das Steindenkmal am Pass erinnert an die Grenzbesetzung im Zweiten Weltkrieg. Gebaut hat es die Gebirgsbrigade 11, über neun Meter hoch, aus Granit, übergeben am 10. September 1944.